3. Wir im Osten sind viele, vielfältig und demokratisch

Dirk Meyer

Der Bochumer Osten ist ein Lebensort für alle Menschen, unabhängig von ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Zugehörigkeit zu einer scheinbaren gesellschaftlichen Minderheit. Diskriminierung, Antisemitismus und Rassismus gehören nicht hierhin. Das haben die Bürgerinnen und Bürger in Laer, Langendreer und Werne mit Demonstrationen, Projekten und Aktionen immer wieder deutlich gemacht.

Die SPD Bochum Ost tritt rechten Parolen und Gewalt in unserem Stadtbezirk in Wort und Tat entschieden entgegen. Wir sind stolz darauf, dass die drei weiterführenden Schulen im Bochumer Osten am Programm „Schulen ohne Rassismus – Schule mit Courage“ teilnehmen. Wir werden sie bei ihren Aktivitäten für Demokratie und diskriminierungsfreies Miteinander unterstützen.

 

Das wollen wir erreichen

  • Auch zukünftig werden wir den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern frühzeitig suchen und sie mit ihren Anregungen in unser Handeln einbeziehen. Deshalb werden wir bei allen wichtigen städtebaulichen Infrastrukturplanungen und -veränderungen frühzeitig Informations- und Diskussionsveranstaltungen vor Ort durchführen.

 

  • Die Carl-von-Ossietzky-Plakette soll weiterhin regelmäßig vergeben werden. In Zukunft soll der Preis dann mindestens zweimal in einer Wahlperiode ausgelobt werden.

 

  • Geschichten von Überlebenden des Holocausts dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Daher wollen wir gemeinsam mit den Schulen im Bochumer Osten das Programm Zweitzeug*innen etablieren. Geschichte soll für junge Menschenerfahrbar gemacht und Erinnerungen lebendig gehalten werden.

 

  • Wir wollen zu einem Forum einladen, in dem sich die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Religionen
    Beate Scheffler

    im Osten treffen und austauschen können. Damit eine intensive Zusammenarbeit der Religionen auch wirklich gelingen kann, setzen wir uns dafür ein, dass die organisatorische Koordinierung dieser Aktivitäten – wenn gewünscht – durch die Bezirksverwaltungsstelle unterstützt wird.

 

  • Wir wollen regelmäßig ein Fest der Kulturen und Religionen feiern, an dessen Vorbereitung auch die Schulen und Jugendhäuser aktiv beteiligt werden sollten.

 

  • Wir werden nicht nur in der analogen Welt eine klare Haltung gegenüber rechtsradikalen, antisemitischen, sexistischen und rassistischen Äußerungen einnehmen, sondern auch in der digitalen Welt. Dies gilt insbesondere für die sozialen Medien, die im Bochumer Osten präsent sind.

 

  • Schmierereien, antisemitische und islamfeindliche Parolen, Verunglimpfungen und Hetze gegen die Polizei, die Feuerwehr und die Rettungskräfte in unserer Stadt werden wir nicht akzeptieren und auch nicht stillschweigend durch Nichtstun tolerieren. Schmierereien an öffentlichen Gebäuden sollen künftig umgehend beseitigt werden. Dort, wo die Stadt Bochum nicht Eigentümerin ist, wollen wir den Kontakt zu den Eigentümern herstellen, um zu sensibilisieren und auch Hilfe zur Beseitigung anbieten. Auch unserem öffentlichen Raum gehört unsere Aufmerksamkeit.

 

  • Zur besseren Einbindung von Jugendlichen in die politischen Entscheidungsprozesse werden wir ein Jugend-Bezirksparlament initiieren.

4. Bewegung und Freizeit im Osten