5. Im Osten mobil

S-Bahnhof Langendreer

Insgesamt bewegen sich auf den Straßen in Bochum Ost und in ganz Bochum viele Autos, die gerade in den Spitzenzeiten zu Staus führen. Ein weiterer Ausbau unserer Straßen ausschließlich für den motorisierten Verkehr ist gerade auch im Sinne einer klimafreundlichen Verkehrspolitik nicht zielführend: Mehr Straßen führen zu noch mehr Verkehr, damit zu weiteren Staus und letztlich zu noch mehr Emissionen. Bochum muss und wird sich von einer Stadt des Automobils hin zu einer modernen Stadt mit einer breiten Palette an zukunftsweisenden Formen der Mobilität entwickeln.

Die SPD Bochum Ost wird sich deshalb konsequent für die Umsetzung des Bochumer Leitbildes Mobilität einsetzen. Dazu gehören u.a. der zügige Ausbau des ÖPNV sowie die Schaffung eines alltagstauglichen Radwegenetzes. Aber auch bereits bei der Planung neuer Wohngebiete und Arbeitsbereiche muss umgedacht werden. ÖPNV-Haltestellen, die infrastrukturellen Angebote und Einrichtungen in den Stadtteilen, sowie die Angebote der Nahversorgung müssen fußläufig erreichbar sein, um unnötige PKW-Verkehre zu vermeiden.

 

Das wollen wir erreichen

  • Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur eigentlich fußläufig zu erreichenden Grundschule, weil sie Angst um ihre Sicherheit haben. Gerade aber für Grundschüler erhöhen beispielsweise das gemeinsame Gehen in einem „Walking Bus“ oder Warnwesten die Sicherheit auf dem zu Fuß zurückgelegten Schulweg. Für derartige Aktionen werden wir uns stark machen.
Stephan Kosel, Ratsmitglied für Laer
  • Der ÖPNV muss weiter verbessert werden. Alle bisherigen Erfahrungen zeigen, dass das Netz 2020 der Bogestra unter Beteiligung aller interessierten Bürgerinnen und Bürger an zentralen und für die Bürger wichtigen Stellen überprüft und optimiert werden muss. Für uns im Bochumer Osten bedeutet das, dass unter anderem die Ruhr-Universität besser an Langendreer-West, Mark 51°7 und den in Laer neu entstehenden Ostpark angebunden werden muss. Die neue Verbindung zwischen der Kaltehardtstraße und Witten muss überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

 

  • Die Nutzung des ÖPNV muss für alle Bürgerinnen und Bürger attraktiver werden. Damit die Menschen den ÖPNV aber wirklich verstärkt nutzen, müssen die Fahrpreise fair und einfach gestaltet werden. Unser Ziel ist daher die Einführung des 365-Euro-Tickets, dies bedeutet, dass der ÖPNV-Nutzer nur noch 1 Euro pro Tag für Bus und Bahn ausgeben muss.

 

  • Zur Verbesserung des Komforts sollen aktuelle Fahrgastinfos an jeder Haltestelle elektronisch angezeigt werden.
Dirk Meyer, Bezirksvertreter
  • Bereits bestehende Fuß- und Radwege müssen nach Priorität instandgesetzt und gepflegt werden. Darüber hinaus wollen wir uns konsequent für die Ausweitung des Radwegenetzes inklusive einer radfahrerfreundlichen und eindeutigen Beschilderung sämtlicher Radwegeverbindungen kümmern. Radfahrer sind gegenüber dem Autofahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer. Wir werden verstärkt auf die Optimierung von Ampelschaltungen achten.

 

  • Die Festlegung einer endgültigen Streckenführung und der zügige Bau des Radschnellwegs 1 wird von uns nachdrücklich gefordert und unterstützt. Wir werden uns in die weiteren Planungen einmischen und darauf achten, dass Anbindungen an den Rheinischen Esel und den ParkwayEmscherRuhr mit entsprechenden Zufahrtsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

  • Unsere Antwort auf die Mobilitätswende ist eine anlassbezogene Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel; dafür brauchen wir Umsteige- und Knotenpunkte. Wir begrüßen die Idee, eine „Mobilitätsstation“ mit Parkplätzen, Carsharing Möglichkeiten, Ladestationen für E-Mobile, E-Roller und Leihrädern sowie Umsteigemöglichkeiten zum ÖPNV auf der Brachfläche am S-Bahnhalt Langendreer-West zu schaffen.

 

  • In Wohnquartieren mit hohem Parkdruck, wie zum Beispiel am Knappschaftskrankenhaus in Langendreer, wollen wir die Einrichtung von Anwohnerparkplätzen ermöglichen. Gleichzeitig muss es eine intelligente Lösung für den unvermeidbaren Besucher- und Gästeverkehr und deren Parkmöglichkeiten geben.

 

  • Zur Stärkung der Elektromobilität haben wir in 2018 nach Solinger Vorbild ein neuartiges Konzept „Batteriebetriebener-Oberleitungs-Busse für Bochum“ (den sog. BOB Bo) eingebracht, das auf der Teilstrecke der Universitätsstraße zwischen Langendreer und Ruhr-Universität Bochum bzw. Gesundheitscampus erprobt werden könnte.

6. Prima Klima bei uns im Osten