Neugestaltung Wittener Staße in Laer

Zur Diskussion um die Neugestaltung der Wittener Straße in Laer erklären Stephan Kosel, unser Ratsmitglied für Laer/Vollmond und Dirk Meyer, Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung Bochum-Ost:

Wir begrüßen ausdrücklich, dass auf dem Gelände des ehemaligen Auto-Fabrik wieder viele tausend Arbeitsplätze in sehr kurzer Zeit entstehen. Dabei freuen wir besonders darüber, dass es ein bunter Mix an Arbeitsplätzen wird und man nicht nur von einem Arbeitgeber abhängig ist.

Das Gelände war in der Vergangenheit nur für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zugänglich. Das wird sich zukünftig ändern, die Fläche wird für alle erschlossen und auch an den ÖPNV mit einer eigenen Bahnhaltestelle angeschlossen. Das sehen wir als Chance.

Die Bebauung soll jetzt so umgesetzt, wie es der Siegerentwurf des Städtebaulichen Wettbewerbs aus 2015 vorsieht: „die Quartierskanten zur Wittener Straße sind geradlinig und ruhig entlang des Straßenraumes entwickelt“ und „aufgrund der angestrebten Nutzung als Labor- und Werkstattgebäude sind bei einer Geschosshöhe von ca. 3,75 m drei- bis sechsgeschossige Baukörper geplant“. Das ist überall nachzulesen und insofern keine Überraschung.

Beim Autoverkehr profitiert Laer sehr vom Ausbau der A448N. Denn durch die direkte Verbindung von A44 und A448N ist der Durchgangsverkehr auf der Wittener Straße so stark zurückgegangen, dass es nur noch sehr selten zu Staus kommt. Nicht einmal zu den üblichen Stoßzeiten, in denen sich früher die Autos vom Werner Hellweg bis auf die A44 gestaut haben. Wegen Bauarbeiten ist die Fahrtrichtung in Richtung Langendreer aktuell nur einspurig – auch an diesem temporären Nadelöhr gibt es kaum Rückstaus. Wir werden die Verwaltung beauftragen, uns hier noch entsprechende Zahlen für die weiteren Beratungen und Entscheidungen zu liefern.

Dabei legt die SPD großen Wert darauf, dass es von der Verwaltung einen geeigneten Vorschlag gibt, wie der Stadtteil Laer an Mark 51°7 angebunden wird. Wir begrüßen hier eine großzügige und ebenerdige Verbindung. Hier sind gute und innovative Lösungen notwendig, damit die Gesamtentwicklung von Laer mit einer Anbindung des Lahariplatzes als zentralen Treffpunkt im Stadtteil erfolgreich ist. Dafür haben wir uns immer ausgesprochen. Die Querung der Wittener Straße ist auch wichtig, wenn an der alten Wittener Straße Einzelhandel angesiedelt werden soll.

Dazu gehört auch, dass neben dem Autoverkehr ausreichender Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger und den Radverkehr geschaffen wird. In dem Kontext verweisen wir auf unseren Initiative, aus der ehemaligen OPEL-Bahnstrecke einen Radweg zur Anbindung von Mark 51°7 zu machen.

Im weiteren Schritt ist auch zu prüfen, welche verkehrlichen Veränderungen durch den Bau des Ostparks entstehen werden. Denn durch die Entwicklung der beiden Wohquartiere „Havkenscheider Park“ und „Havkenscheider Höhe“ wird der Verkehr an der Havkenscheider Straße automatisch zunehmen. Hier muss die Verwaltung Lösungen entwickeln, insbesondere im Bereich des Fußballplatzes und der Kleingartenanlagen. Dabei können wir uns zum Beispiel vorstellen, an der Kreuzung Werner Hellweg / Havkenscheider Str. / Suntumer Straße einen großen Kreisverkehr anzulegen.

Wir möchten abschließend noch einmal betonen, dass die Entwurfsplanung zur Neugestaltung der Wittener Str. von den politischen Gremien bisher werder beraten noch beschlossen wurde. Dies wird frühestens Mitte des Jahres 2021 der Fall sein. Darüber hinaus wird es auch noch eine Bürgerbeteiligung geben, worauf wir auch großen Wert legen! Es bleibt also noch genügend Zeit sehr genau hinzuschauen, ob die Vorstellungen der Stadtplaner von einer „Stadtstraße“ mit UNSEREN Vorstellungen einer Wittener Str. mit Boulevard-Charakter im Einklang stehen.

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