ISGK, ISEK, Mark 51 & Co.

In den vergangenen Wochen gab es verschiedene Informationsveranstaltungen der Stadtverwaltung zu Maßnahmen

Stephan Kosel, Ratsherr für Laer und Vollmond, erklärt das ISEK-Verfahren in Laer

und Programmen in Laer. Konkret ging es um die weiteren Baumaßnahmen auf Mark 51°7 und um das ISEK in Laer.

Uns ist aufgefallen, dass es in den Diskussionen und Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern oftmals bei den einzelnen Vorhaben nicht unterschieden oder differenziert wird. Das soll kein Vorwurf sein, denn bei Namen und Begriffen wie „ISEK“ oder „Mark 51°7“ ist das auch nur nachvollziehbar. Denn  die gehören (noch) nicht zum Alltagsvokabular in Werne oder Laer.

Es geht aber nicht nur um diese beiden Projekte, denn im Bochumer Osten laufen noch mehr solcher Programme, die am Ende vielleicht doch wieder zusammen betrachtet werden müssen, weil sie sich ergänzen.  Wir haben uns vorgenommen, diesen Maßnahmen-Dschungel etwas zu lichten und nach Möglichkeit so aufzubereiten, dass es leicht verständlich ist. Dabei erheben wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielleicht taucht auch der eine oder andere Fehler auf, weil einzelne Projekte abgeschlossen sind oder noch erst anlaufen. Zu Beginn erst einmal eine Übersicht. Alles ist im Fluss – tauchen wir ein.

Am Anfang war … das ISGK Ost.

Los geht es mit den Abkürzungen: ISGK Ost steht für „Integriertes Städtebauliches GesamtKonzept Bochum Ost“. Es betrifft die Stadtteile Gerthe, Harpen, Werne, Somborn, Laer, Langendreer und Querenburg.

Dieses „ISGK“ wurde auf den Weg gebracht mit dem Ziel, „Handlungsbedarfe in den Stadtteilen zu erkennen“. Die Verwaltung spricht unter anderem von „sektoralen Kernindikatoren und zentralen Herausforderungen“. Wir übersetzen das hier mal mit „da anpacken, wo es nicht mehr schön ist, und was getan werden muss“. Oder, um etwas sachlicher zu werden in „weil die Sozialdaten insgesamt ein eindeutiges „Abrutschen angezeigt haben“.

Das Gesamtkonzept Bochum Ost wurde 2012 auf den Weg gebracht, seit 2014 liegen Ergebnisse vor, die umgesetzt werden.

ISEK Nr.1 –  Werne/Langendreer-Alter Bahnhof

Eine zentrale Konsequenz aus dem ISGK OST ist die „Vertiefungsstudie Werne/Langendreer-Alter Bahnhof“ in Form eines „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ (ISEK). Na super, schon wieder so eine Abkürzung mit „I“. Und an dieser Stelle sei schon mal verraten, dass es nicht bei diesem einen ISEK bleibt.

Dieses Projekt läuft jedenfalls gerade in den beiden Stadtteilen und je konkreter die einzelnen Maßnahmen werden, umso konkreter wird auch dieses ISEK für die Menschen, die dort leben.

Mark 51°7

Der Bochumer Osten ist im Umbruch – nicht zuletzt, weil hier keine Autos mehr produziert werden

Der Einfluss von Kommunalpolitik ist irgendwann zu Ende. Zum Beispiel dann, wenn ein Weltkonzern das Aus für einen Standort in der Autoproduktion von einem anderen Kontinent aus beschließt. So geschehen in Bochum. Da kann man sich noch so auf die Hinterbeine stellen und protestieren – da macht man nix. Und auch wenn sich die Schließung immer wieder angedeutet hat, das Aus schmerzt. Mark 51°7 heißt jedenfalls jetzt das Gelände, auf dem in Laer früher Autos gebaut wurden und das für neue Zweck umgekrempelt wird. Die Hallen werden abgerissen, der Boden saniert und aufbereitet, die ersten Neuansiedlungen sind sichtbar. Übrig bleibt eigentlich nur das alte Verwaltungsgebäude – ohne Blitz auf dem Dach.

ISEK Nr. 2 – Laer

Ein ISEK kommt selten alleine … Nimmt man die Wittener Straße in Laer als Grenze, passiert auf beiden Seiten eine ganze Menge. Auf der Seite, wo früher Autos gebaut wurden, entsteht Neues. Und weil das Automobilwerk den Stadtteil in den vergangenen Jahrzehnten geprägt hat, ist auch hierfür ein Programm aufgelegt worden, mit dem man diesen Veränderungen begegnen will. Ziel ist es auch, dass sich beides ergänzt, da auch die Wittener Straße einen ganz neuen Charakter bekommen soll, der weniger trennt.

Ostpark- neues Wohnen in Laer und Altenbochum

Ostpark. Flanieren im Park? Auch. Und parken? Nur wenn es sein muss. Vor allem aber wohnen soll man im Ostpark können. Denn mit diesem Projekt in Laer und Altenbochum soll für mehrere tausend Menschen Wohnraum geschaffen werden. Dafür sind drei verschiedene Quartiere vorgesehen, die nacheinander erschlossen werden: Feldmark in Altenbochum, Havkenscheider Park und Havkenscheider Höhe in Laer.

Rund um die Ausweisung der beiden Quartiere in Laer gab es viele Diskussionen, da insbesondere für den örtlichen Fußballklub ein neuer Standort gefunden werden musste. Den gibt es seit einiger Zeit, und in 2018 wird auch mit der Erschließung des ersten Quartiers – Feldmark in Altenbochum – begonnen.

Grünzug E / Grüne Infrastruktur

Jetzt kommen die Roten auch noch mit Grün. Genau, dabei geht es eigentlich um das Blaue im Bochumer Osten,

Der Ümminger See. Die Freizeitoase im Bochumer Osten soll wieder attraktiver werden.

nämlich die Wasserflächen. Aber genug Farbenspiele. Der sogenannte Grünzug E verbindet die Harpener (oder auch Werner) Teiche, den Ümminger See und reicht bis zum Kemnader See. Die Stichwörter, die in diesem Zusammenhang fallen, lauten Freizeit und Erholung, Natur und Naturschutz, besserer Zugang und Erschließung. Insbesondere der beliebte Ümminger See ist in die Jahre gekommen und soll mit diesem Programm aufgewertet werden.

Fassen wir zusammen: Eine Menge Projekte und Maßnahmen, über die wir hier in den kommenden Wochen einzeln berichten wollen.

 

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