Warum das Schwimmbecken an der Michal-Ende-Schule in Langendreer nicht geschlossen werden darf

Michael-Ende-Schule in Langendreer

Schwimmbäder sind teuer für die Stadt, keine Frage. Die Stadt Bochum bietet ihren Bürgern neben 5 Hallenbädern und zwei Freibädern insgesamt 16 sogenannte Lehrschwimmbecken an. Die Stadtverwaltung plant, insgesamt 5 Lehrschwimmbecken ersatzlos zu schließen. Zwei von diesen Schwimmbecken sind bereits seit Jahren stillgelegt.

Was sind Lehrschwimmbecken?

In Lehrschwimmbecken soll den Menschen das Schwimmen beigebracht werden. Das betrifft logischerweise insbesondere Kinder. Kommunen, also auch die Stadt Bochum, sind gesetzlich dazu verpflichtet, Möglichkeiten zum Schwimmunterricht zu schaffen. Neben dem klassischen Schwimmunterricht für Kinder bringen aber auch gemeinnützige Vereine Menschen das Schwimmen bei. Das betrifft nicht unbedingt nur Kinder. Es gibt bei uns auch Erwachsene, die nicht schwimmen können.

Warum ist Schwimmen wichtig?

Schwimmen zu können ist nicht selbstverständlich. In vielen Ländern dieser Welt kann ein Großteil der Menschen nicht schwimmen. Dabei ist Schwimmen lebensnotwendig. Wer Badeurlaub macht oder mit dem Ausflugsboot unterwegs ist, begibt sich in Gefahr, ohne sich im Unglücksfall über Wasser halten zu können. Außerdem fehlt ein großes Stück Lebensqualität, wenn man mit Freunden oder der Familie nicht gefahrlos ein Schwimmbad besuchen kann.

Welche Schwimmbecken gibt es im Bochumer Osten?

Neben dem Ostbad gibt es aktuell zwei Lehrschwimmbecken hier bei uns. Eins an der Willy-Brandt-Schule in Werne und eins an der Michael-Ende-Schule in Langendreer. Das Freibad in Werne steht ist nur im Sommer geöffnet und ist deshalb für den Schwimmunterricht keine Alternative.

Warum das Schwimmbecken an der Michael-Ende-Schule erhalten bleiben muss

Wie ist die Ausnutzung der Schwimmbäder?

Die Schwimmbäder im Bochumer Osten sind schon jetzt stark gefragt. Insbesondere abends, wenn Vereine ihren Schwimmsport anbieten, sind kaum noch Zeiten zu bekommen. Das Lehrschwimmbecken an der Michael-Ende-Schule hat im Jahr 5.109 Schwimmschüler. Hiervon stammen 3.705 aus dem klassischen Schwimmunterricht und ganze 1.404 von gemeinnützigen Vereinen. Das relativ kleine Lehrschwimmbecken hat damit im Vergleich zu den anderen Schwimmbädern eine mindestens mittelgroße Auslastung.

Wer nutzt das Schwimmbecken an der Michael-Ende-Schule?

Neben der Michael-Ende-Schule selbst findet noch Schwimmunterricht der Schule am Volkspark, der Kreyenfeld-Schule, der Schule am Leithenhaus und der Grundschule am Neggenborn statt. Darüber hinaus nutzen das Schwimmbecken der SV Langendreer, die Waspo Langendreer sowie die Ev. Kita auf dem Backenberg. Es sind also viele verschiedene Schulen und Vereine, die bei einer Schließung auf die ohnehin schon strak belasteten Schwimmbäder umverteilt werden müssten. Wir befürchten, dass insbesondere Schwimmvereine, die eine wichtige ehrenamtliche Aufgabe haben, weniger Schwimmzeiten bekommen werden.

Darum setzen wir uns für das Lehrschwimmbecken an der Michael-Ende-Schule ein

Mit den Schwimmbecken an der Nelson-Mandela-Schule in der Stiftsstraße (Langendreer) und der Grundschule in Laer wurden im Bochumer Osten bereits zwei Schwimmbäder geschlossen. Die vorhandenen Kapazitäten reichen schon jetzt nicht aus, um den gesetzlich geforderten Schwimmunterricht sowie dem Angebot der Vereine einen würdigen Rahmen zu geben.

Wie ist der aktuelle Stand beim Lehrschwimmbecken an der Michael-Ende-Schule?

Die Stadtverwaltung hat eine sogenannte „Beschlussvorlage“ zur Schließung der Schwimmbäder erstellt. Die Bezirksvertretung Bochum Ost hat den Antrag der Stadtverwaltung klar abgelehnt. Zuständig hierfür ist allerdings letztlich der Stadtrat. Dieser wird am 26.04.2018 endgültig über diese „Beschlussvorlage“ entscheiden.

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